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Auch wenn die meisten Bauherren und Hauseigentümer grundsätzlich dazu bereit sind, ihr Haus energiesparend und klimaschonend zu bauen oder zu modernisieren, müssen die dafür nötigen Investitionskosten aufgebracht werden. Viele von ihnen können die dafür nötigen Mehrkosten nur über Kredite finanzieren, die jedoch die Wirtschaftlichkeit der einzelnen Maßnahmen mit jedem Prozentpunkt, um den Kreditzinsen steigen, infrage stellt.

Auch der Bundesregierung, den Ländern sowie zahlreichen Kommunen ist bewusst, dass die Bürger finanziell unterstützt werden müssen, wenn die 2011 eingeleitete Klimawende gelingen soll. Die nachfolgende Aufstellung soll einen Überblick über die derzeitigen Fördermöglichkeiten für energetisch zukunftsweisende Haustechnik geben. Dabei kann an dieser Stelle jedoch nur auf Förderungen eingegangen werden, die sich an Eigentümer oder Bauherren von Ein- oder Zweifamilienhäusern richten und bundesweit gelten. Spezielle, nur auf eine bestimmte Region ausgerichtete Förderungen können ebenso wie die Förderungen des Bundes über die Webseite energiefoerderung.info unter Eingabe der Postleitzahl abgefragt werden. Diese Seite wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert und daher ständig aktualisiert.

 

Nachfolgend sind die wichtigsten Fördermaßnahmen aufgeführt:

Baubegleitung

Eigentümer von Wohngebäuden können die Förderung des KfW-Programms 431 einer Baubegleitung in Anspruch nehmen, wenn es sich um eine energetische Fachplanung im Rahmen der Sanierung oder der Errichtung eines Hauses zu einem KfW-Effizienzhaus handelt. Gefördert werden Sanierungs- und Baumaßnahmen, für die bereits eines der Programme „Energieeffizient Sanieren Kredit“ (Nr. 151/152), "Energieeffizient Sanieren - Investitionszuschuss" (Nr. 430) oder "Energieeffizient Bauen" (Nr. 153) der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) in Anspruch genommen wird. Die Höhe des Zuschusses liegt bei 50 % der förderfähigen Kosten pro Vorhaben und Antragsteller, jedoch bei mindestens 300,-- Euro und höchstens 4.000,-- Euro.

Blockheizkraftwerke (BHKW) mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK)

Betreiber von kleinen BHKW mit einer Leistung von weniger als 1 MW erhalten Zuschläge nach dem Kraft-Wärmekopplungsgesetz für Strom, der mit diesen Anlagen erzeugt und ins öffentliche Stromnetz eingespeist wurde. Dabei werden pro kWh 5,41 Cent gezahlt. Diese Regelung gilt für neue BHKW, die zwischen dem 19.07.2012 und dem 31.12.2020 in Betrieb genommen wurden oder werden sowie für modernisierte Anlagen. Der Anspruch ist für eine Dauer von zehn Jahren oder 30.000 Betriebsstunden bzw. fünf Jahren oder 15.000 Betriebsstunden gültig. Bei dem Betreiber muss es sich nicht um den Eigentümer der Immobilie handeln. Die Förderung erfolgt in Stufen und richtet sich nach der Höhe der von der Anlage erzeugten elektrischen Leistung.
Die Anschaffung von KWK-Anlagen wird durch die KfW ebenfalls gefördert: Das Programm "Erneuerbare Energien - Standard" (Nr. 270) sieht keine Mindest- oder Höchstleistung vor und vergibt Kredite bis zu einem Höchstbetrag von 50 Mio. und mit einer Mindestlaufzeit von zwei Jahren.
Mit der „Richtlinie zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel“, oder umgangssprachlich „Mini-KWK-Richtlinie“ wird der Kauf von KWK-Anlagen von bis zu 20 kW elektrischer Leistung gefördert, die Bestandgebäude versorgen sollen. Die Förderhöhe hängt von der elektrischen Anlagenleistung ab und wird einmalig ausgezahlt. An die Genehmigung sind einige Vorausetzungen geknüpft wie z. B. die ausdrückliche Listung unter den förderfähigen Anlagen. Der vollständige Gesetzestext kann unter http://www.co2online.de/fileadmin/co2/dossier/bhkw/Bundesanzeiger_KWK-Impulsprogramm.pdf eingesehen werden.

Brennwertkessel

Im Rahmen der Aktion „Deutschland macht Plus“ fördert der Bund den Einbau oder die Modernisierung von Öl-Brennwerttechnik sowohl ohne als auch mit einer Kombination mit einer thermischen Solaranlage. Kunden erhalten dann eine Heizöl-Prämie, sofern sie einen an der Aktion beteiligten Handwerksbetrieb mit der Montage eines Gerätes beauftragen, das von einem ebenfalls beteiligten Hersteller produziert wurde. Sobald der Kunde nach der Installation bei einem der im Aktionsregister registrierten Mineralölhändler Heizöl bestellt, wird ihm die Prämie beim Kauf von wenigstens 1.500 Litern Heizöl angerechnet, wenn es innerhalb von neun Monaten nach der Installation der Öl-Brennwertheizung getankt wird. Die Prämienhöhe beträgt 250,-- Euro, die Aktion ist bis zum 31.12.2017 befristet.
Außerdem wird von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ein Investitionszuschuss von 10 % der Investitionssumme (Programm 430) gewährt, wenn es sich um eine Wohnimmobilie handelt, für die der Bauantrag vor dem 1. Februar 2002 gestellt wurde. Der Zuschuss muss jedoch beantragt werden, bevor die Modernisierungsmaßnahme durchgeführt wird. Die maximale Zuschusshöhe liegt je nach Maßnahme zwischen 5.000 und 30.000 Euro, der Mindestzuschuss bei 300 Euro.

Energieberatung

Der Bund fördert eine Energieberatung (www.hausbauberater.de) bei Bestandsbauten, für die bis zum 31. Januar 2002 ein Bauantrag oder eine Bauanzeige gestellt worden ist und die zu mindestens 50 % als Wohngebäude genutzt werden oder ursprünglich hierfür konzipiert wurden. Die Zuwendung erhält der zertifizierte Berater, der auch den Zuwendungsantrag stellt. Die Zuschusshöhe beträgt für Gebäude mit bis zu zwei Wohneinheiten 800,-- Euro, bei Gebäuden mit mindestens drei Wohneinheiten 1.100,-- Euro. In beiden Fällen gilt ein Höchstzuschuss von 60 % der förderfähigen Beratungskosten. Gefördert wird auch, wenn der Energieberater seinen Bericht der Wohnungseigentümergemeinschaft oder während einer Beiratssitzung vorstellt. Hierfür wird ein Förderbetrag von einmalig 500,-- Euro gezahlt. Darüber hinaus werden ergänzende Hinweise oder thermografische Untersuchungen bezuschusst. Der beauftragte Energieberater muss zwingend in der Liste der Energieeffizienz-Experten aufgeführt sein (https://www.energie-effizienz-experten.de/).
Der Bund fördert außerdem verschiedene Beratungsleistungen der Verbraucherzentralen. Nähere Informationen hierzu sowie die Adressen der jeweils zuständigen Verbraucherzentralen sind unter Verbraucherzentralen (www.verbraucherzentrale-energieberatung.de) zu finden.

Weitere Förderungen

Der Bund fördert außerdem mithilfe der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zahlreiche weitere energetische Maßnahmen, die sich sowohl an Bauherren als auch Eigentümer von Bestandsbauten richten. Nähere Informationen sind auf den Webseiten der KfW und des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi)  bereitgestellt. Außerdem halten sowohl die Bundesländer als auch zahlreiche Kommunen Fördergelder für energetische Maßnahmen bei Alt- und Neubauten bereit.

 

 

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